Aus dem Medaillentraum wurde nichts: Zunächst verlor Bettina Plank das Gigantinnenduell im kleinen Finale der Klasse -50 kg gegen die Nummer 1 der Welt, Serap Özcelik (Tür), vor den Augen des extra angereisten ÖOC-Generalsekretärs Peter Mennel, deutlich mit 1:5. „Die Türkin ging früh in Führung, dann war Betti unter Druck, konnte punkten, aber leider zu wenig“, analysierte Sportdirektor Martin Kremser. Apropos Punkte: Im Rennen um ein Olympiaticket machte die Dritte des bereinigten Rankings (die besten Zwei erhalten einen Fixplatz) wertvolle Zähler im Vergleich zu ihren direkten Rivalinnen Sara Bahmanyar (Iran/2.) und Shara Hubrich (D/4.) gut.
Danach stieg Stefan Pokorny im Kampf um 67 kg-Bronze gegen den Ägypter Ali Elsawy auf die Tatami. Bei der Neu-Auflage des letztjährigen Finales ging der Salzburger nach dem, erfolgreich von Teamchef Juan Luis Benitez Cardenes geforderten, Video-Review mit 1:0 in Führung, musste aber mit dem 1:3 am Ende die Revanche des Afrika-Meisters von 2019 zur Kenntnis nehmen.
„Unsere Kämpfer haben gute Leistungen gebracht und bewahren den Fokus in Richtung Tokio. Schade, dass uns beim Heim-Turnier das nötige Quäntchen Glück für eine Medaille gefehlt hat. Alles in allem war es eine tolle, großartig organisierte Veranstaltung und eine Visitenkarte für Salzburg“, bilanziert Karate Austria Generalsekretär Ewald Roth.
Für Österreichs Kumite-Team geht es nun zu einem Trainingscamp auf die kanarischen Inseln, dann folgt das Premier League Turnier in Rabat (Mar) als letzter Test vor der Europameisterschaft in Baku (Aserbaidschan), wo es für Plank um die letzten Punkte für das Olympiaranking gehen wird. Alle anderen Kader-Asse hoffen auf ein Olympia-Ticket beim Qualifikations-Turnier Anfang Mai in Paris.

