Weihnachtswünsche des Präsidenten

23.12.2016 - Wir blicken auf ein Jahr zurück, das wirklich einzigartig war und wohl für immer in die Geschichte des Österreichischen Karatebundes eingehen wird.

Das absolute Highlight des Jahres war natürlich die Heim-Weltmeisterschaft von 25. bis 30. Oktober 2016 in Linz, die – mit den Behindertenkategorien – weit über 3.000 Aktive aus 118 Nationen nach Österreich gebracht hat. Nach 6 Jahren intensiver Vorbereitungsarbeit durch das Organisationsteam um Hans Werner Streicher und Ewald Roth, konnte sich Österreich als Veranstalterland der Welt präsentieren, das neue Standards in der Durchführung von Weltmeisterschaften gesetzt hat. Das Medienecho in Österreich und der Welt war enorm und es ist wohl nicht übertrieben zu sagen, dass Karate nun einen anderen Stellenwert in der öffentlichen Wahrnehmung bekommen hat.

Neben der hervorragenden Organisation waren dafür natürlich in erster Linie die sportlichen Leistungen unserer Sportlerinnen und Sportler ausschlaggebend. Die Goldmedaille von Alisa Buchinger, die Silbermedaille von Mendy Swoboda, die Bronzemedaille von Bettina Plank und der fünfte Platz von Kristin Wieninger waren das schönste Geschenk für 165.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden hunderter Menschen, die in der Organisation tätig waren. Sie waren aber vor allem der Lohn für unzählige Stunden harter Trainingsarbeit im Dojo, sie waren Anlass zu ganz lauter oder auch ganz stiller Freude bei vielen Menschen, die die drei Sportlerinnen und den Sportler über viele Jahre begleitet und unterstützt haben. Und schließlich waren und sind diese Erfolge Inspiration und Motivation für viele Athletinnen und Athleten in Österreich, die an Wettkämpfen teilnehmen, aber auch für die vielen Breitensportlerinnen und –sportler, die in den Vereinen ihre Kampfkunst leben.

Alisa, Bettina, Kristin und Mendy, Ihr habt Geschichte geschrieben bei dieser Weltmeisterschaft und Ihr habt durch Eure Leistungen ein Karate-Märchen Wirklichkeit werden lassen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass sportliche Lorbeeren welken. Das, was bleibt, sind die Gefühle, die großen Emotionen, die Spuren, die wir in unseren und in den Herzen anderer Menschen hinterlassen.

Ein weiteres Highlight des Jahres 2016 war am 3. August die Entscheidung der 129. Session des IOC in Rio de Janeiro, Karate – gemeinsam mit Baseball/Softball, Skateboard, Sportklettern und Surfen – in das Programm der Olympischen Spiele im Jahr 2020 aufzunehmen. Damit haben sich für den Karatesport Türen geöffnet, die jahrzehntelang verschlossen waren. Deshalb hat der am 20. November 2016 gewählte ÖKB-Vorstand bereits am 21. November den Antrag um Aufnahme in das ÖOC gestellt. Am 30. November hat daraufhin das ÖOC beschlossen, das Aufnahmeverfahren für den ÖKB einzuleiten, das voraussichtlich im März 2017 abgeschlossen sein wird.

Am 30. November hat unser Generalsekretär Ewald Roth ein Olympiaprojekt eingereicht, das sehr positiv aufgenommen wurde. Die endgültige Entscheidung über das Projekt Tokio 2020 wird von Sportminister Doskozil im Jänner 2017 bekanntgegeben werden.

Viele andere Dinge sind noch geschehen, in diesem einzigartigen Jahr 2016. Ich möchte an dieser Stelle jedoch innehalten und den Dank des ÖKB-Vorstandes zum Ausdruck bringen an all jene, die zu dieser Einzigartigkeit beigetragen haben.
Ich wünsche Euch und Euren Lieben ein besinnliches Weihnachtsfest, das Euch ein wenig zur Ruhe kommen und den Blick auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben lenken lässt. Für das Jahr spannende Jahr 2017, das ein Schlüsseljahr in der Verbandsentwicklung sein wird, wünsche ich Euch viel Glück, Erfolg und vor allem Gesundheit.

Simon Klausberger