Nervenstärke zeigte Hanna Devigili bei ihrem WM-Debüt in der Klasse -68 kg: In der Gruppenphase stand die Ex-U16-Europameisterin nach der 1:3-Auftakt-Niederlage gegen Janessa Fonseca (PUR) vor dem letzten Kampf gegen die Iranerin Mobina Heydariozomcheloe enorm unter Zugzwang, brachte aber ein 2:1 über die Runden und qualifizierte sich für das Achtelfinale. Dort gab es eine Lehrstunde der Nr. 1 der Welt, Iryna Zaretska (AZE). Die Triple-Weltmeisterin ging nach einer Minute mit 2:0 in Führung, 22 Sekunden später stand es 8:0 und Devigili musste sich vom WM-Turnier verabschieden. Die 22-Jährige landete auf dem geteilten neunten Rang.
Auch Lora Ziller (+68 kg) schaffte als Gruppenzweite den Achtelfinal-Einzug: Die Nr. 35 der Welt startete fulminant mit einem 10:2 über die Usbekin Khakimjonova in die WM. Dann aber folgte ein 0:5 gegen die Griechin Kyriaki Kydonaki und so stand die Ex-U21-Europameisterin im letzten Pool-Duell gegen die Belgierin Ophelie Mulolo unter Druck – das von Teamchef Juan Luis Benitez Cardenes klug kalkulierte 0:0 gegen die Silberne der Austrian Open in Salzburg reichte zum Aufstieg. Im Achtelfinale unterlag die 26-Jährige dann aber der Niederländerin Ingrid Creemers (Nr. 41) mit 3:6. Nach einem frühen 0:2-Rückstand konnte Ziller zwar nach 60 Sekunden auf 1:2 verkürzen, musste aber angreifen und wurde immer wieder ausgekontert. Platz neun ist aber ein starkes Ergebnis für die Karate-do Wels-Kämpferin.
