Gigantisch! Kumite-Team erreicht EM-Halbfinale

21.05.2026 - Halbfinal-Ticket! Nach dem Einzug von Kata-Sensation Tamara Lehner ins kleine Finale setzt das Kumite-Team der Damen das nächste Highlight bei den Karate-Europameisterschaften in Frankfurt. Die Auswahl von Teamchef Juan Luis Benitez Cardenes eliminierte Mitfavorit Slowakei mit 2:0, bezwang im Achtelfinale die Schweiz mit 2:1 und gewann den Viertelfinal-Krimi gegen Serbien nach zwei Senshu-Erfolgen mit 2:0. Im Halbfinale wartet am Freitagvormittag Gastgeber Deutschland. „Das war der erste Halbfinal-Einzug seit 2014. Die Mission WM-Ticket läuft“, strahlte ÖKB-Präsident Georg Rußbacher.

Das war nichts für schwache Nerven: Österreichs Kumite-Ladies stehen durch das 2:0 gegen Serbien im EM-Halbfinale und treffen am Freitag auf Gastgeber Deutschland: Dabei startete Lejla Topalovic mit einem 1:1-Remis gegen Teodora Krstovic. Brisanter Nachschlag: Der Punkt zum 2:1 der Serbin erfolgte Zehntelsekunden nach dem Kampfende. Dann legte Hanna Devigili, die nach einem für sie enttäuschenden Platz neun im Einzel versprach „110 Prozent im Team zu geben“, mit einem Ippon nach 40 Sekunden gegen Tamara Zivkovic los, musste aber zwei Sekunden vor dem Ende den Ausgleich zum 4:4 schlucken, gewann aber mit Senshu - wer den ersten Treffer macht, gewinnt bei einem Remis. So musste Emma Schütze zum Entscheidungs-Match auf die Tatami. Die Salzburgerin, die im letzten Moment aufgrund der Verletzung von Lora Ziller ins EM-Aufgebot gerutscht war, ging gegen Nevena Filipov nach 1:30 Minuten per Ippon mit 3:1 in Führung. 67 Sekunden vor Schluss musste Schütze das 3:3 hinnehmen und brachte trotz vier Verwarnungen die Senshu-Führung über die Zeit - der 2:0-Erfolg war fixiert und Österreich steht erstmals seit 2014 wieder im Halbfinale.

Devigili nach drei Team-Matches unbesiegt

Zuvor war die Auswahl von Teamchef Juan Luis Benitez Cardenes durch ein 2:0 über die Slowakei stark in den Team-Bewerb gestartet: Lejla Topalovic geriet gegen Vira Kulikova mit 0:1 in Rückstand, glich aber 30 Sekunden vor Schluss aus und landete acht Sekunden vor dem Ende den entscheidenden Tsuki zum 3:2. Hanna Devigili ließ dann Ingrida Bakos Suchankova mit einem 7:2-Erfolg keine Chance. Beim 2:1 im Achtelfinale gegen die Schweiz begann Topalovic mit einer 3:4-Niederlage. Im zweiten Match lag Ceylin Cetin bereits mit 0:2 zurück und schaffte durch einen sensationellen Ippon den Ausgleich zum 1:1. Zum Abschluss fegte Hanna Devigili Maya Schärer 9:0 nach 96 Sekunden von der Kampffläche und hievte Österreich mit einem 2:1 ins Viertelfinale . . .

Im Kata-Einzel kämpft Tamara Lehner am Samstagnachmittag gegen die 31-jährige Portugiesin Ana Cruz um Bronze.

Fotos: KarateInsights/Martin Kremser

Kumite Team bei der EM