Nach 1:2: Kumite-Team kämpft um Bronze

22.05.2026 - „Wir sind sooooooo stolz auf uns, dass wir das erreicht haben“, strahlte die im Team-Bewerb ungeschlagene Hanna Devigili nach dem Halbfinal-Einzug bei den Karate-Europameisterschaften in Frankfurt. Nach den Siegen über die Slowakei (2:0), die Schweiz (2:1) und gegen Serbien (2:0) folgte im Semifinale ein 1:2 gegen Gastgeber Deutschland. Am Sonntag trifft Österreich im Bronze-Kampf auf Kroatien. Am Samstag kämpft Kata-Sensation Tamara Lehner um Bronze.

Gastgeber Deutschland stoppt vor frenetischem Heimpublikum den Siegesrun von Österreichs Kumite-Damen mit einem 2:1 im Halbfinale. Vorentscheidend war das Auftakt-Match von Lejla Topalovic gegen Hannah Riedel, die nach einem 1:2-Rückstand im Finish auf Angriff schalten musste und mit 1:5 verlor. Dann sorgte Hanna Devigili mit ihrem vierten Sieg im vierten Kampf gegen Johanna Kneer für den Ausgleich. Dabei lag die Vorarlbergerin 18 Sekunden vor Schluss mit 2:3 zurück, glich aber neun Sekunden vor dem Ende auf 3:3 aus und siegte mit 4:3. So musste Emma Schütze in die Entscheidung gegen Madeleine Schröter: Die Salzburgerin hielt bis zur Halbzeit den Kampf offen, musste aber nach 1:42 Minuten das 0:1 hinnehmen und lief im Finish aufgrund von Konterattacken in eine 0:5-Niederlage.

Somit geht es am Sonntagvormittag gegen Kroatien im kleinen Finale um Bronze. Die Latte liegt enorm hoch, zumal die Gegnerinnen gleich drei EM-Finalistinnen in ihren Reihen haben. Eine Medaille würde auch das Ticket für die Team-WM im November in China bedeuten.

Im Kata-Einzel kämpft Tamara Lehner am Samstagnachmittag gegen die 31-jährige Portugiesin Ana Cruz um Bronze.

Fotos: KarateInsights/Martin Kremser

Hanna Devigili